+++ Halbherzigkeit wird mit Niederlage bestraft +++

Hallo liebe Handballfreunde,

vergangenen Sonntag waren die Damen des TSV Fortschritt Mittweida, welche vor dem Spiel den fünften Tabellenplatz belegten zu Gast in der heimischen Felix-Schoeller-Sporthalle. Wir belegten vor dem Spiel den dritten Tabellenplatz und konnten im Hinrundenspiel zumindest einen Punkt aus Mittweida entführen. Das Ziel war somit klar – ein Sieg! Trotz der Niederlage vom vergangenen Wochenende waren wir vor dem Spiel nach einer guten Trainingswoche optimistisch dies umsetzen zu können. Was dann in den kommenden 60 Minuten passierte, ist mir persönlich auch einen Tag nach dem Spiel unerklärlich.

Von Beginn an hatten wir erneut große Probleme in unser Angriffsspiel zu finden und auch in der Abwehr lief sicher nicht alles wie geplant. Dennoch konnten wir das Spiel zumindest in den ersten 15 Minuten ausgeglichen gestalten, was auch an den Gästen lag, die anfangs ähnlich unsicher agierten. (1:0, 2:0, 3:3, 5:5, 6:6) Im Anschluss liefen uns die Gäste nach erneut oft vollkommen überhasteten Abschlüssen Stück für Stück den Rang ab. Mittweida spielte sicher keinen überragenden Handball, aber gegen eine vom Schein her vollkommen unmotivierte und halbherzig agierende Weißenborner Mannschaft reichte dies ohne Zweifel aus! So konnten sich die Gäste schon vor der Halbzeit absetzen. (6:9, 7:10, 9:13 – 30. Minute)
In der Pause versuchten wir vor allem in die Köpfe der Spielerinnen zu kommen und erwarteten ein Umlegen des berühmten Schalters. Bis auf wenige Ausnahmen blieb es allerdings bei dem müden Auftreten unserer Mädels. Man konnte keine Leistungssteigerung, aber auch keine mentale Steigerung erkennen, so dass der Abstand zu den Gästen nicht verkleinert werden konnte. (10:15, 10:16, 12:18) Im Angriff dann teils komplett verunsichert und in der Abwehr zu zahm verpackten wir die 2 Punkte quasi in Geschenkpapier. Mein Trainerkollege Daniel und Ich ließen uns in dieser Phase vielleicht auch etwas vom Geschehen anstecken und wechselten etwas zu oft die Positionen. Aus unserer Sicht sollte es der letzte Versuch sein den Hebel umzulegen. (14:19, 16:20, 16:22) In der Endphase gab es zumindest nochmals ein kleines Aufbäumen, indem wir über eine 5-1-Abwehr- und dann über eine 4-2-Abwehrformation nochmals einige wenige Bälle abfangen konnten. (19:23, 20:23) Zwar konnten wir den Gegner nochmals zu einer Auszeit veranlassen, aber letztlich spielten es die Gäste dann souverän herunter und gewinnen ohne Zweifel mehr als verdient mit 20:26.
Es gibt leider wirklich nicht viel positives über unseren Auftritt zu sagen. Mit einer solchen Leistung hat man im oberen Tabellendrittel nichts zu suchen, das muss man knallhart so festhalten. Auch wenn die Ausfälle unserer beiden Halben Senta (Handverletzung) und Tati (Einsatz im Sachsenligateam) schwer ins Gewicht fallen, so lasse ich das in keinster Weise als Ausrede zählen. Jede Einzelne muss sich selbst hinterfragen, wie wir uns aus diesem Loch wieder herausarbeiten, um an die guten Leistungen, die wir ja auch schon des Öfteren gezeigt haben wieder anzuknüpfen. Denn wenn wir weiter den roten Teppich ausrollen und die 2 Punkte auf einem Silbertablett präsentieren, rückt das obere Tabellendrittel schnell in weite Ferne.
Wir möchten uns bei allen Fans bedanken, die uns trotz unserer Leistung weiter unterstützt haben.

Nun beginnt die Arbeit für das kommende Auswärtsspiel gegen den BSC Motor Rochlitz, was eine mehr als schwere Aufgabe wird. Allen eine schöne Woche!

Statistik: Grit, Bianca, Jenny (1), Franzi (2), Mandy, Katja, Pauline W., Linda, Tina (4/1), Jenni (3), Phine (1), Sindy (6), Pauline U. (2), Annalena (1)

#schnellegenesungsenta
#waswardadennlos
#felixschoellersporthalle
#sorryfans
#gasgeben

Text: Christian Andrae